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Die Macht der Bilder

22/04/2012 von Christopher Schwarzkopf (Activism & Kampagnen, Amnesty Deutschland)

Mit kreativen TV-Spots und Videoclips versucht Amnesty International, möglichst viele Menschen für die Menschenrechte zu mobilisieren.

Christopher Schwarzkopf (28) arbeitet in der Abteilung Kampagnen und Kommunikation der deutschen Amnesty-Sektion. Der Politikwissenschaftler unterstützt dort die Planung und Umsetzung verschiedener Aktionen, Veranstaltungen und Kampagnen.

 

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich zum ersten Mal die Welt des Films kennengelernt und zwar als Komparse in den Kulissen des Filmparks Babelsberg in Potsdam. An diesem Tag standen jedoch weder Film noch Fernsehserie auf dem Drehplan, sondern die Aufnahmen für einen TV- und Kino-Spot anlässlich des 50. Geburtstags von Amnesty International.

Und zugegeben: es war doch etwas anstrengender, komplizierter und weniger glamourös als ich es mir anfangs vorgestellt hatte. Die Aufgabe – eine Menschenmenge sollte gemeinsam eine Straße hinuntergehen – klang zunächst vergleichsweise simpel. Doch schon nach kurzer Zeit mussten wir feststellen, dass das Ganze doch nicht so einfach ist, wie wir gedacht hatten. Und so verbrachten wir den gesamten Nachmittag damit, ein ums andere Mal mit entschlossenem Gesichtsausdruck die Straße hinunterzulaufen, während wir aus den verschiedensten Winkeln gefilmt wurden. Doch die Mühe hat sich gelohnt und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen:

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Seit 50 Jahren leisten gewöhnliche Menschen Außergewöhnliches. Der deutsche Spot zum 50. Jubiläum von Amnesty International. (Video auf YouTube)

Die Idee hinter dem Clip war, anlässlich des Jubiläums nicht nur die wichtigsten Themen von Amnesty abzubilden, sondern auch den Charakter unserer Organisation als weltweite Bewegung für die Menschenrechte in den Vordergrund zu stellen. Im Mittelpunkt des Spots sollten daher „gewöhnliche“ Menschen wie du und ich stehen, die durch ihren Einsatz für die Menschenrechte Außergewöhnliches erreichen, etwa das Menschen aus dem Gefängnis freikommen oder Todesurteile aufgehoben werden. Was lag da näher als aktive Amnesty-Mitglieder und Unterstützer als Darsteller zu gewinnen?

120 Männer und Frauen aus Berlin und Umgebung waren unserem Aufruf nach Babelsberg gefolgt und die meisten von ihnen machten genau wie ich ihre ersten Erfahrungen im Filmgeschäft. Für uns alle war der Dreh in Babelsberg ein tolles Erlebnis! Und obwohl wir vieles immer und immer wieder wiederholen mussten, tat dies der guten Stimmung am Set keinen Abbruch. Das war auch der Film-Crew geschuldet, die uns trotz der Kälte mit lustigen Anweisungen und Witzen bei Laune hielt.  Dennoch waren wir alle froh, als nach vielen Stunden und einigen gelaufenen Kilometern alles endlich im Kasten war.

Auch wenn der Jubiläums-Spot für mich persönlich der erste Videodreh gewesen ist, war es natürlich nicht der erste Clip in der 50-jährigen Geschichte von Amnesty International. Spots wie dieser sind seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit, weil man damit viele Menschen erreichen und sie für den Schutz der Menschenrechte mobilisieren kann. Durch den internationalen Austausch gibt es heute für die Bewegung viele verschiedene Clips, die je nach Anlass passend ausgewählt werden können.

Die sorgfältige Recherche und die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen gehören zu den Grundlagen unserer Arbeit. Damit diese Informationen und somit auch unsere Forderungen von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, müssen wir Aufmerksamkeit für unsere Anliegen erzeugen. In der heutigen Mediengesellschaft reichen Texte und Print-Materialien allein dafür oft nicht mehr aus. Fotos und bewegte Bilder hingegen sprechen Menschen auf einer emotionalen Ebene an, sie sind leichter und schneller zu konsumieren und machen die Betrachter neugierig, sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen.

Die Clips von Amnesty sind sehr unterschiedlich. Mal sind sie rein informativ, manchmal auch humorvoll. Sie entstehen mit Schauspielern am Set oder als Animationen am Computer. Aber immer haben sie ein Ziel: Den Zuschauer für die Menschenrechte zu sensibilisieren und zu aktivieren, sich für Menschen in Not und Gefahr einzusetzen.

Hier habe ich für euch eine kleine Auswahl von Amnesty-Clips zusammengestellt. Klickt doch mal rein und leitet sie weiter. Denn je mehr Menschen sich für die Arbeit von Amnesty interessieren und sie unterstützen, um so mehr können wir gemeinsam erreichen!

 

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"Hände hoch für Waffenkontrolle": Clip zur aktuellen Amnesty-Kampagne für einen weltweit gültigen Vertrag zur Kontrolle des Waffenhandels. (Video auf YouTube)

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"Deine Unterschrift bewegt mehr, als du denkst": Amnesty-Clip aus dem Jahr 2008. (Video auf YouTube)

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Von der Öffentlichkeit gehört, von Menschenrechtsverletzern gefürchtet: Amnesty-Clip aus dem Jahr 2007 (Video auf YouTube)

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"Tod der Todesstrafe": Amnesty-Clip aus dem Jahr 2010. (Video auf YouTube)

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"The Power of Words": Amnesty-Clip über die Macht der Worte. (Video auf YouTube)

Weitere Videos findet ihr auf dem YouTube-Kanal der deutschen Sektion von Amnesty International.

 

Bild oben:

"Gewöhnliche Menschen können Außergewöhnliches bewirken": Standbild aus dem deutschen Spot zum 50. Jubiläum von Amnesty International. (Video auf YouTube)

© Amnesty International