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Botschafter: In Düsseldorf wirbt eine neue Stadtbahn für Amnesty

16/12/2011 von Alois Anders (Amnesty Düsseldorf, Gruppe 1483)

Sie zieht alle Blicke auf sich, leuchtet in den Amnesty-Farben Gelb-Schwarz. Seit dem 10. Dezember ist eine fabrikneue Stadtbahn in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf unterwegs. Eine großzügige Spende des Verkehrsunternehmens Rheinbahn. Ohne die Kommunikationsdesignerin Jana Stenzel (21) wäre das alles kaum möglich gewesen.

Alois Anders ist aktives Mitglied von Amnesty International und arbeitet in Düsseldorf ehrenamtlich für die Amnesty-Gruppe 1483.

 

Manchmal ist es wirklich gut, wenn Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Im Fall unserer Amnesty-Gruppe 1483 gilt das auf jeden Fall für die Kommunikationsdesignerin Jana Stenzel, die hier an der FH Düsseldorf studiert. Ohne ihre Kreativität und ihr Engagement könnten wir uns jetzt bestimmt nicht über ein derart beeindruckendes Ergebnis freuen. Seit dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, fährt die gelb-schwarze Amnesty-Stadtbahn kreuz und quer durch unsere Landeshauptstadt. Als "Eyecatcher" ist die Bahn mit Botschaften wie „Gemeinsam bewegen wir Großes“ und „Für ein Leben in Sicherheit und Würde“ nicht zu übersehen.

Anlässlich des Tags der Menschenrechte wurde die Amnesty-Stadtbahn in Düsseldorf feierlich eingeweiht (Diashow bei Flickr).

„Ein Denkmal an die Menschenrechte“ in Düsseldorf, das war als aktives Amnesty-Mitglied mein großer Wunsch. Plakate und Bilder auf Wänden und Litfaßsäulen waren mein erster Gedanke. Die Idee mit der Stadtbahn kam mir später, war aber ganz sicher die richtige. Denn: Welches Denkmal wirkt besser als eines, das den ganzen Tag in der City unterwegs ist und so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht wie diese nagelneue Bahn, die Jana Stenzel von innen und außen für Amnesty designt hat? Ganz wichtig: Die Absprache mit der Amnesty-Zentrale in Berlin und der Rheinbahn in Düsseldorf. Da hat in der Planung und Umsetzung ab Juli 2011 alles hervorragend funktioniert.

Überhaupt, die Rheinbahn: Die Verantwortlichen bei den Düsseldorfer Verkehrsbetrieben waren von Beginn an begeistert, als wir im Frühjahr 2011 mit unserem Wunsch nach einer Amnesty-Stadtbahn an sie herangetreten sind. Diese Überzeugung hat die weitere Zusammenarbeit in den folgenden Monaten zu einem vollkommen unkomplizierten und konstruktiven Prozess gemacht.  Einfach super, was das Team um Unternehmenssprecher Georg Schumacher da für unsere Menschenrechtsarbeit geleistet hat. Die Rheinbahn schenkt Amnesty International zum 50. Geburtstag eine eigene Stadtbahn – besser geht es wirklich nicht!  

Ein großes Dankeschön für so erfolgreiches ehrenamtliches Engagement: Projektinitiator Alois Anders (li.) mit Designerin Jana Stenzel (re.).

So kann's gehen: Jana Stenzel (www.janastenzel.de) war als Designerin zunächst für die Website des Bezirks Düsseldorf angesprochen worden. (Sieht stark aus, was sie aus www.amnesty-duesseldorf.de gemacht hat!). Und damit war Jana eben genau zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. Die Gestaltung der neuen Amnesty-Straßenbahn konnte sie sich wirklich nicht entgehen lassen, als unser Bezirkssprecher Michael Mummel sie angefragt hatte. Mit der neuen Bahn gibt es nun nicht nur von außen viel zu sehen. Auch auf den Innenflächen war Millimeterarbeit gefragt. Nun können sich die Düsseldorfer Fahrgäste an den Wänden über die Arbeit von Amnesty informieren. Und unter der Decke finden sich 30 kleine Tafeln zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Ein toller Erfolg für unsere Menschenrechtsarbeit hier in Düsseldorf! Die neue Stadtbahn wird auf jeden Fall jede Menge Aufmerksamkeit für Amnesty bringen. Ihr seht, was aus einer guten Idee werden kann, wenn sie konsequent verfolgt und von den richtigen Leuten angepackt wird.

Unsere Düsseldorfer Stadtbahn ist die erste in Deutschland. Wäre doch klasse, wenn bald andere Städte diesem Beispiel folgen.
 

Amnesty-Bezirk Düsseldorf | Amnesty-Gruppe 1483 | Jana Stenzel | Rheinbahn

Bild oben:

Ein Geschenk zum 50. Amnesty-Jubiläum: Eine neue Stadtbahn in Düsseldorf wirbt für den Einsatz für die Menschenrechte.

© Anika Neuß