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Auch ohne Magie das Unsichtbare sichtbar machen

02/12/2011 von Karolin Hosenfelder (Kommunikation & Kampagnen, Amnesty Deutschland)

„Making the invisible visible“, eine Aktion zum Briefmarathon 2011: Über ein kreatives Projekt mit dem Straßenkünstlerkollektiv Mentalgassi – ganz ohne Poster und Plakate. Jetzt weltweit in vielen Städten zu sehen, unter anderem auch in Berlin.

Karolin Hosenfelder ist Praktikantin im Team Kampagnen & Kommunikation bei Amnesty International Deutschland und ehrenamtlich aktiv in der Amnesty-Koordinationsgruppe Kolumbien. Im nächsten Jahr wird sie ihr Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin abschließen.

 

Drei Jahre Haft wegen mutmaßlicher Homosexualität – das darf nicht ungesehen bleiben! Mit dem Startschuss des diesjährigen Briefmarathons von Amnesty International sind weltweit in vielen Städten u.a. in Berlin mehrere Porträts von einzelnen Gefangenen zu sehen, auf deren Schicksal Amnesty aufmerksam machen und dabei möglichst viele Menschen mobilisieren will. "Das Unsichtbare sichtbar machen" ist das Motto!

Alles begann mit einer ausgiebigen Fahrradtour durch die Hauptstadt Berlin, von Nord nach Süd - von West nach Ost, immer auf der Suche nach Zäunen. Mit einer Auswahl an geeigneten Zäunen und Geländern im Gepäck, kümmerten wir uns um die Zustimmung der Eigentümer und übergaben das Projekt schließlich in die Hände der Straßenkünstler Mentalgassi. Passend zu jedem Zaun fertigten diese einzelne Stickerstreifen, die wir anschließend auf die Stäbe klebten. Das Ergebnis ist einzigartig!

„Making the invisible visible“ - Ein kreatives Projekt mit "Mentalgassi": Eine Fotostrecke von der Installation der Aktion an einem der Orte in Berlin (Diashow bei Flickr).

Blickt man von vorne auf den Zaun, ist nichts zu erkennen. Geht man am Zaun vorbei, entsteht das Gesicht der Person. Durch die intensiven Farben entsteht eine fast unwirkliche Leuchtkraft der Motive, welche  besonders bei Dämmerung sehr gut wirkt. Mit der Aktion „Making the invisible visible“ wird die Öffentlichkeit auf kreative Weise auf die Inhaftierung und die einzelnen Schicksale dreier akut gefährdeter Menschen aufmerksam gemacht. In Verbindung mit dem Briefmarathon 2011 setzen wir uns ein für:

Jean-Claude Roger Mbede (32 Jahre, aus Kamerun): drei Jahre Haft wegen Verdacht auf Homosexualität.
Jabbar Savalan (20 Jahre, aus Aserbaidschan): zweieinhalb Jahre Haft für einen Facebook Eintrag.
Fatima Hussein Badi (48 Jahre, aus Jemen): Todesstrafe wegen angeblichen Mord an ihrem Ehemann. Bis heute beteuert sie ihre Unschuld.

Jetzt beim Briefmarathon mitmachen!

 

Die Zäune und Brückengeländer sind bis zum 15. Dezember in Berlin zu sehen. Insgesamt gibt es 26 Zaun-Installationen in sechs europäischen Städten, u. a. in Wales, Irland, England und Dänemark. In Deutschland sind noch in Magdeburg vier und in Hof drei Zäune mit Porträts beklebt.

In Berlin: Mitmachen und gewinnen!

Schauen Sie selbst und machen Sie sich in Berlin auf die Suche nach den UnSichtbaren! Für alle, die uns bis zum 17. Dezember 2011 drei Fotos mit sich und den drei verschiedenen Porträts schicken, besteht die Chance auf den Gewinn. Mehr Infos dazu hier und auf der Mobil-Version www.amnesty.de/unSichtbar

Jetzt mitmachen beim Briefmarathon 2011 – Ihr Brief kann Leben retten: www.amnesty.de/briefmarathon

Die Aktionsseite ist auch mit dem Smartphone abrufbar: Über den QR-Code  oder direkt hier!

Mentalgassi ist ein Berliner Straßenkünstlerkollektiv dessen unverkennbare photographische Straßenkunst in ganz Europa zu sehen ist, sowohl auf Festivals wie der Art Basel Miami, GetxoPhoto u.v.m., wie auch auf der Straße. Einige Werke können auf der Webseite www.mentalgassi.de und bei Facebook bestaunt werden.

Bild oben:

„Making the invisible visible“: In verschiedenen Städten weltweit macht diese Kunstaktion auf den Start des Amnesty-Briefmarathons 2011 aufmerksam (Video bei YouTube).

© Amnesty International